Tiefengeothermie

Bohranlage der Geothermiebohrung Aschheim Th2 des interkommunalen Geothermieprojektes der AFK-Geothermie GmbH zur Fernwärmeversorgung der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim.

Interkommunales Geothermieprojekt der Gemeinden Aschheim, Feldkirchen und Kirchheim (AFK-Geothermie GmbH) Bei diesem vom ZAE Bayern wissenschaftlich begleiteten 1. interkommunalen Geothermie-Projekt Deutschlands wird ca. 85 °C warmes Thermalwasser aus dem Malm-Aquifer des bayerischen Molassebecken über eine Förderbohrung erschlossen und nach Wärmeabgabe über eine Injektionsbohrung wieder in den Untergrund eingeleitet. Die Wärme wird über Wärmeübertrager mit einem effizienten Fernwärmenetz in alle 5 Orte der drei Kommunen verteilt. Alle technischen Bereiche wurden im Hinblick auf effiziente Wirkungsgrade, sorgsame Nutzung von Temperaturniveaus und geringen Wärme- und Temperaturverlusten bereits in der Planung optimiert. Besonderes Augenmerk lag dabei auch auf der Auskühlung der Fernwärme durch die Kundenanlagen und die Hausübergabestationen.

 Die Direktauskühlung des Thermalwassers deckt langfristig nur die Grundlast ab, die aber energetisch den größten Anteil ausmacht. Für die mit dem fortschreitenden Ausbau des Fernwärmenetzes bereitzustellende Mittellast besteht konzeptionell die Möglichkeit, das Thermalwasser mit Absorptionswärmepumpen weiter auszukühlen, deren Antriebsenergie über Biomassekessel aus naturbelassenen Waldhackschnitzeln bereit gestellt wird. Die Spitzenlast, die mit fossilen Brennstoffen abgedeckt wird, soll energetisch auf ein Minimum unter 5 % reduziert werden.

Die Einsparung an fossiler Primärenergie für die Kunden soll langfristig bei etwa 75 % liegen. Die hohe Effizienz des Systems, die nur geringe Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und der hohe Anteil an kapitalgebundenen Kosten soll eine stabile Wärmepreisentwicklung für die Kunden garantieren. 

 

Ansprechpartner

Dr. Jens M. Kuckelkorn
Tel.: +49 89 329442-17 
E-Mail: Jens.Kuckelkorn@zae-bayern.de 

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