Energieeffiziente Gebäude

Die Hülle von Gebäuden bildet die Schnittstelle zwischen Nutzer und Umwelt und muss aus energetischer Sicht für Wärmeschutz, Energiegewinne, Tageslichteintrag und Verschattung sorgen. Hierzu entwickelt das ZAE Bayern innovative Materialien, Systeme und Komponenten:

 

Vakuumdämmung (VIP)

Vakuumisolationspaneele, kurz VIP, sind Wärmedämmelemente, die bei gleicher Dämmstärke um einen Faktor 5 bis 10 besser dämmen, als herkömmliche üblicherweise am Bau eingesetzte Dämmungen aus Polystyrol, Polyurethan, Glas- oder Mineralwolle. VIP werden seit mehr als 10 Jahren im Bauwesen insbesondere dort eingesetzt, wo für eine konventionelle Dämmlösung ausreichender Platz nicht vorhanden ist oder aber aus architektonischen Gründen eine schlanke Lösung bevorzugt wird. Nach Erarbeitung der Grundlagen, insbesondere Untersuchungen zur Dauerhaftigkeit, unterstützt das ZAE Bayern heute diese neue Technologie vor allem bei der Systemoptimierung und der Demonstration und Überprüfung der Praxistauglichkeit. 

 

Ansprechpartner

Dr. Ulrich Heinemann
Tel.: +49 931 70564-335
E-Mail: Ulrich.Heinemann@zae-bayern.de

 

Textile Architektur

Neben den üblichen konventionellen Baustoffen wie Stein, Holz, Metall und Glas rücken in letzter Zeit neuartige leichte und flexible Konstruktionen aus Membranen in den Blickpunkt der Architekten. Die textile Architektur bietet neue gestalterische und bautechnische Anwendungsmöglichkeiten mit denen sich dem Planer ein großer Spielraum bei der Konstruktion erschließt. Wärmetechnisch stellt die textile Architektur bisher jedoch noch eine Schwachstelle dar. Das ZAE Bayern entwickelt deshalb neuartige Konzepte, damit diese Konstruktionen auch entsprechende energetische Funktionen in der Gebäudehülle erfüllen können (z.B. Wärmedämmung, Sonnenschutz).

 

Dr. Jochen Manara
Tel.: +49 931 70564-346
E-Mail: Jochen.Manara@zae-bayern.de

 

Tageslichtnutzung

Die Sonne ist die effizienteste und kostengünstigste Lichtquelle zur Ausleuchtung von Gebäuden. Neben dem sichtbaren Spektralbereich weist die Solarstrahlung jedoch auch rund 50% nichtsichtbare Anteile auf. Diese sind im Winter zur Heizungsunterstützung erwünscht, verursachen im Sommer jedoch unnötige Kühllasten. Das ZAE Bayern besitzt umfassendes Know-how in der Auslegung, Entwicklung und Charakterisierung von Tageslichtsystemen, welche dieses komplexe Zusammenspiel aus Licht und Wärme bestmöglich ausnutzen.

 

 

Adaptative Systeme

Abhängig von den Umgebungsbedingungen (z.B. Solarstrahlung, Temperatur) regeln sich adaptiveSysteme je nach Bedarf automatisch selbst oder können von den Nutzern bedarfsgerechtgeschaltet werden. Beispiele hierzu sind die Schaltbare Wärmedämmung (SWD), bei der eineFassade zwischen einem wärmeleitenden und einem hochwärmedämmenden Zustand geschaltetwerden kann, oder optisch schaltbare Materialien (OSM), die eine Regelung vonTransmissionsgrad und g-Wert transluzenter Fassadenelemente ermöglichen.

 

Über das ZAE Bayern

Als eine der führenden Einrichtungen auf dem Gebiet der angewandten Energieforschung verbindet das Bayerische Zentrum für Angewandte Energieforschung (ZAE Bayern) exzellente Forschung mit exzellenter Umsetzung der Resultate in die wirtschaftliche Praxis. Hierzu bietet das ZAE seinen Partnern aus Wirtschaft und Wissenschaft ein breites Leistungsspektrum an, das sich von messtechnischen Dienstleistungen über Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten bis zu kompletten Innovationspaketen erstreckt.

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