Membrankonstruktionen zur energetischen Sanierung (MESG)

Innenansicht des umgebauten Dresdner Hauptbahnhofs mit Membranhülle (Arch.: Foster + Partners).
Membranüberdachung über dem Innenhof des Dresdner Stadtschlosses (Arch.: Peter Kulka).

Im Rahmen des Projekts "Membrankonstruktionen zur energetischen Sanierung von Gebäuden (MESG)" wird der Einsatz von Folien bzw. Geweben zur Erhöhung der Energieeffizienz in Gebäuden untersucht.

Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes kann entscheidend dazu beitragen die bundesweiten Kohlendioxid-Emissionen zu reduzieren und damit helfen, die deutschen Verpflichtungen zum Klimaschutz zu erfüllen. Neben den üblichen konventionellen Baustoffen wie Stein, Holz, Metall und Glas rücken in letzter Zeit neuartige leichte und flexible Konstruktionen aus Membranen in den Blickpunkt der Architekten. Die textile Architektur bietet neue gestalterische und bautechnische Anwendungsmöglichkeiten mit denen sich dem Planer ein großer Spielraum bei der Konstruktion erschließt (siehe Abb. 1und Abb. 2).

Im Rahmen des Projekts "Membrankonstruktionen zur energetischen Sanierung von Gebäuden (MESG)" sollen zum einen neue Konzepte erarbeitet werden, um durch den Einsatz von Folien bzw. Geweben in der Sanierung eine deutliche Energieeinsparung für Gebäude in Deutschland zu erreichen und zwar sowohl von Heiz- als auch von Kühl- und Beleuchtungsenergie. Zum anderen führen solche neuartigen Konzepte auch zu einer energetischen Verbesserung von Neubauten, bei denen verstärkt Membrankonstruktionen zum Einsatz kommen.

Hierzu gehören folgende Prinziplösungen:

  • Membran als Sonnenschutzelement. 
  • Membran als Wärmeschutzelement. 
  • Membran als Blendschutzelement. 
  • Membran als Element zur Erzeugung von Wärme. 
  • Membran als Element zur Erzeugung von Kälte.
  • Membran als Element zur Erzeugung von Elektrizität.
  • Membran als Element zur Lüftung.
  • Membran als Element zur Informationsübertragung (Medienfassade).

Im Projekt wird zunächst eine Typologie zur Anwendung von Membranen im Bereich der Gebäudehülle erarbeitet. Die wesentliche Aufgabe besteht in der Kombination der baukonstruktiven, funktionalen und gestalterischen Anforderungen. Darauf aufbauend werden anschließend die funktionalen Eigenschaften optimiert und neuartige Komponenten und Systeme entwickelt. Basierend auf den erzielten Ergebnissen werden Prinziplösungen erstellt, die als elementierte Komponenten und Systeme zum Einsatz kommen. 

BMWI-Projekt: FKZ 0327240G

Dr. Jochen Manara
Tel.: +49 931 70564-346
E-Mail: Jochen.Manara@zae-bayern.de

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